Leder
Ich verwende naturgegerbtes Rindleder. Das auch als Blank- oder Sattlerleder bezeichnete Leder stammt aus einer Gerberei in Süddeutschland. Die Stärke des meist vom Rinderhals stammenden Leders variiert bei Taschen und Etuis zwischen 2,5 und 3,5 mm. Durch die Steifigkeit des Leders kann auf die bei Kleinlederwaren üblichen künstlichen Verstärkungen wie eingeklebte Textilien oder Kunststoffe verzichtet werden. Die offenen Kanten werden versiegelt.

Verkauf
Zur Zeit sind meine Ledersachen u.a. im Prenzlauer Berg, Göhrener Str.2 - im Laden der "Filzkönigin" ausgestellt.

Ladenwerkstatt
Das Bild zeigt das Schaufenster meiner Ladenwerkstatt, die ich von einige Jahre in Berlin-Mitte, in der Krausnickstraße betrieben habe.

Farben
Grundsätzlich sind alle erdenklichen Farbtöne möglich. Bei vegetabil gegerbtem Rindleder aber hat die Art der Gerbung und die Beschaffenheit der Lederhaut großen Einfluß auf die Oberflächenstruktur. Die Farbgebung ist also niemals so homogen wie bei chromgegerbtem Leder. Die von mir selbst eingefärbten Leder lassen die Hautstruktur noch stärker zur Geltung kommen.

Garn
Verwendet wird Leinenzwirn, der in Lederbeize eingefärbt wird.. Die Imprägnierung mit Bienenwachs macht das Garn haltbarer und erhöht die Haftreibung.

Naht
Die auf Eck genähten Etuis und Taschen lassen sich nur in Handarbeit herstellen.

Werkzeuge
Oft Jahrzehnte alt und handgeschmiedet, besitzen sie Klingen aus Kohlenstoffstahl und mitunter Griffe aus Rosenholz.

Serienfertigung
Für"Manufactum" (Kataloge 17 und 18) habe ich zwei Jahre die von mir entworfenen Stiftetuis hergestellt.

Video
im RBB 2004 drehte das RBB einen Kurzfilm in meiner Werkstatt. Unbedingt erwähnenswert ist die dort von mir etwas zweckentfremdete Maschine, die in ihrer neuesten Auflage so aussieht hierabgebildet. Die Maschine wird seit ca. 1900 unverändert produziert und ist ein Wunder an Präzision und Robustheit.

Design
Die in der Manufaktur produzierten Lederartikel sind in der Regel von mir entworfen, z.B. die für Manufactum gefertigten Etuis und die Notebooktaschen. Selten fängt es mit einer Design-Skizze an, häufiger beginnt die Suche nach Neuem mit der besonderen Funktion einer Tasche oder einer speziellen Art der Herstellung. Vor der Umsetzung mit dem eigentlichen Material stehen die Detailzeichnung und ein Papp-Modell. Bei zwei Taschen ging die Idee stark vom historische Vorbild aus (Posttasche, Markttasche). Einige Taschen lassen sich schwerlich neu erfinden, dann geht es - wie bei Aktentaschen - mehr um Details und Materialfragen. Auch die Ideen von Kunden fließen in die Entwürfe ein.

© ralf stach
030 35305451
e-mail